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Die 20 Axiome der Hamburger Schule

Die Hamburger Schule gründet sich auf konstruktivistische, systemische und fachdisziplinorientierte Sichtweisen. Die Axiomatik bildet die grundsätzliche Erkenntnis- und Deutungsstruktur der Hamburger Schule ab.

1.
Coaching vollzieht sich unter den verschiedensten Rahmenbedingungen; entscheidend ist die Beachtung folgender Werte:
  • Freiheit: Durch den Coachee, die Gruppe oder das Team selbst festgelegte nachhaltige Selbstlernkonzeption.
  • Freiwilligkeit: Der Coachee, die Gruppe oder das Team entscheiden ihre Veränderungsthematik und den Zeitpunkt.
  • Ressourcenverfügung: Der Coachee, die Gruppe oder das Team haben selbstständigen Zugriff auf die Ressourcen, die zur Selbstorganisation und Veränderungsrealisierung benötigt werden .
  • Selbststeuerung: Der Coachee, die Gruppe oder das Team sind in der Lage
    Veränderungsanforderungen selbst zu erkennen und selbst zu realisieren.

2. Coaching muss der Komplexität der Lebens- und Erfahrungswelt des Coachee, der Gruppe oder des Teams gerecht werden. In diesem Sinne ist Coaching immer "systemisch".

3. Coaching führt den Coachee, die Gruppe oder das Team von linearem zu vernetztem Denken und Handeln.
Es geht darum, Freiheitsgrade für eigenes Verhalten innerhalb eines "Bezugskontextes" zu identifizieren und zu "Vergleichbarem" zu erweitern.

4. Coaching basiert auf Modellen von wissenschaftlicher Erkenntnis.

5. Coaching definiert sich über eine wertegeleitete Arbeitshaltung und operationalisierbares Handwerk.

6. Die Lösung liegt im Coachee, in der Gruppe oder im Team.

7. Erfahrungen bilden die Grundlage jeder individuellen und kollektiven Wirklichkeitskonstruktion.

8. Systemisches Denken und konstruktivistisches Denken und Handeln sind nicht identisch, ergänzen sich aber.

9. Motivgeleitete Interessen und Erkenntnis bilden einen Zusammenhang.

10. Menschen orientieren sich innerhalb individuell definierter und gedeuteter Kontexte an Werten.

11. Ein Kontext (Konstrukt oder auch Handlungssystem) ist dem Individuum, der Gruppe oder dem Team dann bewusst, wenn er/sie ihn kognitiv erschließen kann/können.

12. Körper, Gehirn, Geist und Emotionen bilden eine unzertrennbare Einheit

13. Entscheidungen für ein Verhalten / eine Handlung werden durch Motive, Bedürfnisse, innerhalb von durch Werte gedeuteten Kontexten beeinflusst.

14.Menschen handeln, da sie für sich einen persönlichen Vorteil im Sinne der Erfüllung von Motiven, Bedürfnissen und Werten erwarten. Dies gilt auch für Gruppen und Teams.

15. Werte entstehen durch wiederholtes, individuell erfolgreiches Handeln / Verhalten in einem spezifischen Kontext.

16. Grundsätzliche Verhaltensmuster ergeben sich aus Werten, die für das Individuum, der Gruppe oder das Team kontextübergreifend gelten.

17. Werte, die handlungsleitend sind, aber hinsichtlich ihrer Bedeutung nicht reflektiert werden, führen zu Glaubenssätzen. Glaube ist ein Wertekontext, der nicht hinterfragt wird.

18. Leitwerte sind Werte, die für das Individuum, die Gruppe oder das Team in allen konstruierten Kontexten gelten. Sie bilden die Schnittmenge aller Werte innerhalb dieser Kontexte.

19. Werte bilden die Grundlagen für Entscheidungen. Der Beginn einer Entscheidung ist die gefühlsmäßige Wahrnehmung eines Wertes. Der Abschluss einer Entscheidung begründet einen Wert (subjektiv) rational.

20. Wahrnehmung basiert auf der Wahrnehmung von Unterschieden.



 
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