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Definitionen

Systemisches Coaching aus Sicht der Hamburger Schule

Um Systeme, in denen wir leben, in ihrer Komplexität allgemein hinreichend und zutreffend beschreiben zu können, bedarf es einer Berücksichtigung von "n" (unbestimmt vielen) Parametern.

Die Definitionen, Bedeutungen und Deutungen der Begriffe System oder systemisch sind aus den Welten bekannter Wissenschaftsdisziplinen in die Welt des systemischen Coaching nicht übertragbar und / oder anwendbar.

Die Wissenschaften, insbesondere die Soziologie, betrachten, analysieren und deuten ganze Systeme. Systeme in ihrer Gänze haben auch in diesen Wissenschaftsdisziplinen "n" Merkmale = offene Systeme, dynamisches Interagieren der Systemmerkmale oder der Beteiligten bei Verhalten und Entscheidungen oder auch durch den Charakter der Irrationalität. Es sind sozusagen Wesensmerkmale von Systemen (im Sinne dieser Wissenschaftsdisziplinen).

Insofern sind Erkenntnisse über diese System-Welten immer Einzelfall übergreifend abstrakt. Die daraus abgeleiteten Erkenntnisse lassen daher die Individualität der Einzelsituation im Coaching nicht zu.

Systemisches Coaching hat als Betrachtungs- und Deutungsbezug immer die Einzelfallsituation des Coachee, seiner Person und seiner Veränderungsthematik. Daher akzeptiert und bearbeitet systemisches Coaching grundsätzlich individuelle Anforderungen und Deutungen der thematischen Bezüge eines Menschen unter dem Aspekt des Konstruktivismus (gefühlte Objektivität des Subjekts).

Die Systeme des Coachee sind komplexitätsreduzierte Erklärungen seiner Bezugswahrnehmung (Kontext).

Konkrete Wahrnehmungen und deren Beschreibungen von Bezügen, Kontexten oder Systemen sind nur mit endlichen Parametern in ihrer konkreten Handlungswelt möglich. Insofern sind die Systeme des Coachee überschaubar (n-1).

"Systemisch" im Coaching bedeutet die Akzeptanz der nicht wiederholbaren Einzigartigkeit von Person, der thematischer Ausprägung und den damit verbundenen dynamischen Interaktionen und Integrationen in Kontexten.

Beeinflussende Parameter im Kontext
und zwischen Kontexten (= systemisch):

  1. Geltende Werte und Normen
  2. Akzeptierte Werte und Normen
  3. Motive und Bedürfnisse
  4. Abhängigkeiten
  5. Interaktionen zwischen Menschen und zwischen Kontexten
  6. Deutungen, Bedeutungen und Bedeutungszusammenhänge
  7. Zeit
  8. Komplexität der Parameter
  9. Feedback-Systematiken

 


 
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