Methodische Forderungen an den Coach und an Coaching
Um im Alltag bestehen zu können, muss die Ausbildung
von Coachs praxisorientiert sein. Typische Coachingthemen,
typische Coachingsituationen, typische Coachingkontexte, typische
Coachingbeteiligte, typische Coachingverläufe in der
Privat- und Berufswelt sind Inhalt und Gegenstand einer Coachausbildung.
Die Entwicklung der Kompetenzen eines Coach orientierten sich
am Pragmatismus: Das didaktisch-methodische Vorgehen eines
Coachausbilders innerhalb einer Coachausbildung orientiert
sich neben dem Konstruktivismus auch am praktischen Nutzen
für den Coachee. Reflektierte, erlebte Coachingerfahrung
im Arbeitsalltag gekoppelt mit analytischem und erprobtem
Vorgehen ermöglichen wirksame Ergebnisse im Coaching.
Gleichzeitig bedeutet es den Verzicht auf konstruierte Fallbeispiele
und Rollenspiele, da eine individuelle, emotionale Bindung
der Teilnehmer hier nicht hergestellt werden kann und somit
kein Nutzen für die Kompetenzentwicklung für ihn
ableitbar ist.
Rollenspiele "entfernen" den Lernenden von seiner
Identität.
Als eigenständiges Erklärungssystem von Coaching
grenzt sich die Hamburger Schule bewusst von anderen Erklärungssystemen
von Coaching ab. Das bedeutet auch das bewusste Verwenden
und das bewusste Ausgrenzen von Begriffen, die nicht der Axiomatik
der Hamburger Schule entsprechen.
Begriffsdefinitionen die in einem alltagsprachlichen Verwendungsverständnis
dieser Begriffe zu "Irritationen" führen, werden
im Sinne eines Lehrdogmas nicht verwendet. Dazu zählen
insbesondere die Begriffe: Rat, Ratschlag, raten, Beratung,
beraten, vermitteln, Tipps, Rolle, Rolle ausfüllen, Rolle
einnehmen und vergleichbare, lösungvorweg-nehmende (Lösung
antizipierende) Formulierungen.
Begriffe aus der Methodik bestehender Ausbildungen wie z.B.
TA und NLP werden im Sprachgebrau der Hamburger Schule nicht
verwandt bzw. sollen, um "Übertragungen" auszuschließen,
nicht verwandt werden.
Das Verwenden und Anbieten von thematischem Struktur- oder
Orientierungswissen ist kein Training oder keine Ausbildung
im Sinne von situativer Lösungskompetenz.
Durch den Coachingprozess kann der Coachee in Kongruenz zu
seinem Veränderungsziel selbstständig Veränderungen
initiieren und sein Verhalten durch Selbstreflexion auch in
sich wandelnden Kontexten in der Zukunft stabilisieren.
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