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Was will Coaching?

Im Sinne der "Hamburger Schule" hat Coaching den Anspruch, eine "nachhaltige Selbstlernkonzeption" auszulösen bzw zu ermöglichen.
Im engeren Sinne geht es darum, dass der Coachee selbst erkennt, welche Kompetenzen er im Zusammenhang mit seinem Ziel erlangen muß und wie er diesen Weg beschreitet. Er verfügt über eine Konzeption zur Erreichung seines Ziels.
"Nachhaltig" meint, daß der Coachee aus sich heraus vergleichbare zukünftige
thematische Situationen in unterschiedlichen Kontexten erfolgreich
gestaltet. Der marktgängige Begriff hierfür ist "Hilfe zur Selbsthilfe".

Den empathisch dramaturgischen Kontext für dieses Anliegen von Coaching bilden folgende Werte:

  • Freiheit: Durch den Coachee, die Gruppe oder das Team selbst festgelegte nachhaltige Selbstlernkonzeption.
  • Freiwilligkeit: Der Coachee, die Gruppe oder das Team entscheiden ihre Veränderungsthematik und den Zeitpunkt.
  • Ressourcenverfügung: Der Coachee, die Gruppe oder das Team haben selbstständigen Zugriff auf die Ressourcen, die zur Selbstorganisation und Veränderungsrealisierung benötigt werden .
  • Selbststeuerung: Der Coachee, die Gruppe oder das Team sind in der Lage
    Veränderungsanforderungen selbst zu erkennen und selbst zu realisieren.

( siehe auch Grundlagen >>>)

Mit dem Anspruch einer nachhaltigen Selbstlernkonzeption verfolgt Coaching innerhalb dieses, durch o.a. Werte gebildeten Kontextes

3 zentrale Anliegen:

  • Die Selbstwahrnehmung des Coachee, des Teams oder der Gruppe erweitern.
  • Die Entwicklung von Handlungsalternativen durch den Coachee, durch das Team oder durch die Gruppe auslösen/ermöglichen.
  • Die Entscheidungsfähigkeit des Coachee, des Teams oder der Gruppe für eigenes Tun auslösen/ermöglichen.

Coaching will auch der Komplexität der Lebens- und Erfahrungswelt des Coachees gerecht werden und den Coachee von linearem zu vernetztem Denken und Handeln führen. Es geht immer darum, Freiheitsgrade für eigenes Verhalten innerhalb eines "Bezugskontextes" zu identifizieren und zu erweitern.
( siehe auch Axiomatik der Hamburger Schule >>>)

Die Struktur und die thematischen Inhalte des Coaching-Prozesses ermöglichen auf der Handlungsbasis der Werte im Coaching, dass die 3 zentralen Anliegen sich realisieren.

Definition(en) Coaching
Die Hamburger Schule strebt als Erklärungssystematik für Coaching danach,
Coaching aus sich selbst heraus zu erklären, akzeptiert aber auch abstrakte, "setting-orientierte" Definitionen, wie z.B. die des dvct e.V..
"Aus sich selbst heraus" bedeutet, dass alle Deutungen aus dem dramaturgischen Kontext, den Coaching darstellt, und den 3 zentralen Anliegen von Coaching gebildet werden.

"setting-orientierte" Defintion

Coaching ist ein strukturiertes und methodisch geleitetes Vorgehen, das die zu einem Problem führenden Zusammenhänge sichtbar macht und prozessbegleitend individuelle, lösungsorientierte Handlungsoptionen eröffnet.

"settingfreie" Definition der Hamburger Schule
Im Coaching entstehen zukünftige Erfolge durch relevante Verhaltensmaßnahmen.


Diese beiden Sichtweisen garantieren dem Thema Coaching, dass auch eine Führungskraft eigene Mitarbeiter coachen kann.

 


 
  © 2005- 2009 Dr. R. Meier / A. Janßen