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Grundlagen

1. Axiomatik
Die Grundlagen ihres Seins definiert die Hamburger Schule durch Axiome. Aus ihrem axiomatischen System begründet sie Erklärungen für Phänomene im Coaching, strukturelle Interdependenzen der Axiome, Modelle, Vorgehensweisen und die curriculare Struktur von Coachausbildungen.

2. Wertverständnis
Das "Wert"-Verständnis der Hamburger Schule basiert auf einer positiven Bewertung des Ergebnisses einer Handlung und / oder Bevorzugung einer Handlung vor einer anderen.

3. Methodik
Die Hamburger Schule begreift Methodik als ein grundsätzlich pädagogisches Erklärungsverfahren für Lerninhalte unterschiedlicher Lernstufen oder Taxonomien.

4. Didaktik
Die Hamburger Schule verwendet Erkenntnisse verschiedener Wissenschafts- und Erfahrungsdisziplinen aus rein pragmatischen Gründen. In diesem Sinne vermittelt sie keinen wissenschaftlichen Lernprozess oder Disput über die Entstehung und Lehre dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse.

In der Hamburger Schule finden Erkenntnisse aus folgenden Bereichen Anwendung: Pädagogik, Soziologie, Psychologie, Philosophie, Betriebswirtschaftslehre, Biologie, Logik, Rechtswissenschaft.

Innerhalb der Struktur des Lehrgefüges (Didaktik) werden diese Erkenntnisse für den Lernprozess modelliert und sind damit überprüfbar.

5. Ressourcen
Die Hamburger Schule nutzt vorhandene Ressourcen von Coach und des Coachee im Sinne von Wissen, Erkenntnissen, Erfahrungen zur Wirkungsentfaltung zur Optimierung der individuellen und ganzheitlichen Kompetenzentwicklung.

Die Didaktik der Hamburger Schule nutzt Ressourcen — wie Lehrcoachs, Teilnehmer, Inhalte, Methoden, Erkenntnisse und Praxiswelten — zur Wirkungsentfaltung und Optimierung des individuellen und ganzheitlichen Lern-Entwicklungsprozesses.

6. Logik
Die Hamburger Schule begreift Coaching in seiner praktischen Ausprägung, in ihrem Coachingverständnis, im Coachingprozess und in der Evaluation des Coaching als begründbar und nachvollziehbar. In diesem Sinne ist eine Logik im Coaching gegeben und notwendig. Da Logik als die Lehre von formalen Beziehungen oder Denkinhalten gilt, ist deren Beachtung im tatsächlichen Denkvorgang und seiner Erklärung "logisch" erfahrbar.

Das Curriculum einer Coachausbildung basiert auf Logik.

7. Abgrenzung
Als eigenständiges Erklärungssystem von Coaching grenzt sich die Hamburger Schule bewusst von anderen Erklärungssystemen von Coaching ab. Das bedeutet auch das bewusste Verwenden und das bewusste Ausgrenzen von Begriffen, die nicht der Axiomatik der Hamburger Schule entsprechen.

Begriffsdefinitionen die in einem alltagsprachlichen Verwendungsverständnis dieser Begriffe zu "Irritationen" führen, werden im Sinne eines Lehrdogmas nicht verwendet. Dazu zählen insbesondere die Begriffe: Rat, Ratschlag, raten, Beratung, beraten, vermitteln, Tipps, Rolle, Rolle ausfüllen, Rolle einnehmen und vergleichbare, lösungvorweg-nehmende (Lösung antizipierende) Formulierungen.
Begriffe aus der Methodik bestehender Ausbildungen wie z.B. TA und NLP werden im Sprachgebrau der Hamburger Schule nicht verwandt bzw. sollen, um "Übertragungen" auszuschließen, nicht verwandt werden.


 
  © 2005- 2009 Dr. R. Meier / A. Janßen